Flora

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Hibiskus

ist ein Malvengewächs, von welchem es ca. 300 verschiedene Arten gibt.

Verwendung findet er u.a als Tee oder Teebeimischung. Die Inhaltsstoffe sollen entzündungshemmend, muskelentspannend und blutdrucksenkend wirken.

Darüber hinaus besticht der Hibiskus durch seine äußerst dekorativen Blüten, welche in vielen Farben vorkommen.

Die Vermehrung erfolgt über Stecklinge oder durch Samengewinnung.

 

 
     

 Echte Dattelpalme (Phoenix dactylifera)

Sie ist ohne Frage die Königin der tunesischen Flora. Sie ist überall zu finden und wird in den Oasen des Südens ihrer Früchte wegen angebaut. Nur dort wachsen die edelsten Datteln der Sorte "deglet en nour", welche zu einem großen Teil exportiert und in unseren heimischen Supermärkten zu finden sind. Datteln haben einen hohen Nährwert und sind leicht verdaulich. Sie wachsen ausschließlich an den weiblichen Palmen, welche durch Windbestäubung von den männlichen Palmen befruchtet werden.

Aus dem Saft der Dattelpalme werden durch Abschlagen der oberen Wedel und Einritzen des Stammes Palmensaft gewonnen, der wiederum zu Palmenhonig, bzw. Palmenwein weiterverarbeitet wird.

Die Vermehrung erfolgt durch das Einpflanzen der Kerne oder Stecklinge. Dattelkerne treiben relativ schnell und leicht. Bei der Anzucht sollte darauf geachtet werden, dass der Topf hoch genug ist, da die Palmen naturgemäß Tiefwurzler sind. Dattelpalmen brauchen "den Kopf im Feuer und die Füße im Wasser", heißt also viel gießen (keine Staunässe!) und reichlich volle Sonne. Eine Prise Salz in der sandigen Palmenerde sorgt für schöneres Wachstum.

 

 
     

Olivenhain

Zweig mit jungen Oliven

Olivenbaum

 

 

Olivenbaum (Olea europaea)

Der Olivenbaum ist die am weitesten verbreitete Kulturpflanze in Tunesien. Seine Früchte werden entweder eingelegt oder aus ihnen wird das wertvolle Olivenöl gewonnen, welches in verschiedenen Mischungen bis in unsere heimische Küche gelangt oder auch für kosmetische Zwecke verwendet wird. Der Olivenbaum kann sehr alt werden. Dabei kann der knorrige Stamm sehr bizarre Formen annehmen. Nach der Blüte, welche zwischen Mai und Juni stattfindet, entwickeln sich die grünen Früchte, die ab Oktober geerntet werden.

Die Blätter der Pflanze werden in der Naturmedizin vor allem als Beruhigungsmittel eingesetzt.

Das Holz des Baumes ist sehr hart, weshalb es oft für Kunstschnitzereien oder auch zur Herstellung von Küchenutensilien verwendet wird.

Tunesien hat nach Spanien die zweitgrößte Anbaufläche für Oliven, erzielt aber pro Hektar den geringsten Ertrag aller olivenproduzierenden Länder. Nach dem Motto "klein aber fein" erreicht das tunesische Olivenöl jedoch eine hervorragende Qualität.

Vermehrt wird die Pflanze ebenfalls über die Kerne der Früchte oder über Stecklingsvermehrung.

 
     

Feigenkaktus (Opuntia ficus-indica)

Diese Kaktusart, welche in Tunesien weit verbreitet ist, zeichnet sich durch die flachen, runden "Blätter" (sukkulente Sprossen) aus.

Ursprünglich stammt der Kaktus aus Amerika, wo er auch heute noch kultiviert wird.

Die Pflanze wächst in Buschform, aber auch baumförmige Gewächse können entstehen. Die Sprossen sind (wie die Früchte!) mit einzelnen großen oder auch kleinen, büschelweise angeordneten Stacheln übersäht. Die kleinen Stacheln dringen leicht in die Haus ein, sind aber wegen ihrer geringen Größe nur sehr schwer zu entfernen.

Die "Blätter" sind essbar werden jedoch vor allem in Mexiko als Gemüse verzehrt. Ihnen wird eine positive Wirkung bei Diabetes nachgesagt.

Die Blüten frisch verzehrt oder als Tee aus den getrockneten Blüten aufgegossen sollen bei Blasenschwäche und Prostata-Beschwerden helfen.

Die Frucht enthält einen hohen Anteil an Vitamin C sowie überdurchschnittlich viel Kalzium und Magnesium und schmeckt süß-säuerlich.

Der Kaktus wird, in Reihe gepflanzt, außerdem als sehr wirkungsvolle Einfriedung von Grundstücken und Gebäuden verwendet.

Die Vermehrung erfolgt in der Regel über Setzlinge.

Früchte des Feigenkaktus

Kaktusblüte

 
     

Oleander (Nerium oleander)

Der Oleander ist eine immergrüne Pflanze, welche in Buschform wächst. Die Pflanze ist aufgrund der schönen Blüten in rot, rosa, weiß oder gelblich-orange eine sehr beliebte Zierpflanze.

Alle Pflanzenteile des Oleanders sind giftig !

In der Homöopathie werden Teile der Pflanze auszugsweise als Mittel gegen Bluthochdruck verwendet.

Vermehrt wird der Oleander durch Stecklinge.

 
     

 

 

 

Essbare Mittagsblume (Carpobrotus edulis)

Diese sukkulente Pflanze kommt in Tunesien sehr häufig vor. Sie wächst sehr niedrig und kann große Flächen besiedeln. Da sie sehr anspruchslos ist, kommt sie z.B. auch an Stränden vor.

Die Blüte der Mittagsblume ist gelb oder rosa bis lila und öffnet sich erst um die Mittagszeit.

Die Blätter sind dickfleischig und haben einen dreieckigen Querschnitt.

Die Früchte der Pflanze sehen orange-gelblich und ein bisschen wie Krebs aus. Das Fruchtfleisch schmeckt süß-säuerlich und man kann z.B. Marmelade daraus machen.

Der im Mark der Blätter enthaltene Saft ist entzündungshemmend und  blutstillend  und kann ähnlich er Aloe z.B. bei Verbrennungen gute Dienste leisten.

Die ursprünglich aus Südafrika stammende Pflanze verbreitet sich in neuen Gebieten sehr schnell.

 

Blüte der Mittagsblume

Frucht der essbaren Mittagsblume

 

 

 

 

 

 

Ausbreitung am Strand

 

 
     

 

 

Pelargonium graveolens

 

Duftpelargonien (Pelargonium )

sind in fast jedem tunesischen Garten zu finden. Der intensive Geruch (je nach Sorte u.a. Zitrone, Apfel/Zitrone, Minze) wird durch Verreiben der Blätter zwischen den Fingern freigesetzt.

Diesen Geruch empfinden einige Menschen als penetrant und unangenehm. Da viele Kleinlebewesen ebenso fühlen wird diese Pflanze auch als natürlicher Insektenschutz z.B. vor dem Fenster verwendet.

Die zierlichen Blüten sind weiß/lila bis lila gefärbt und bestehen aus jeweils 5 Blütenblättern, wovon am oberen Teil der Blüte zwei Blütenblätter vorhanden sind, die sich in der Färbung/Muster von den unteren 3 Blättern unterscheiden.

Die Vermehrung erfolgt über Stecklinge.

 

 
     

Agave (hier: Agave americana)

Wie der Name schon sagt, stammen diese sukkulenten Pflanzen aus Amerika. Die Agave ist bestens an die Bedingungen der Wüste, bzw. Steppe angepasst.

Die dickfleischigen Blätter wachsen nah am Boden und sind mit spitzen Dornen am Rand ausgestattet.

Die Agave blüht nur ein einziges Mal und das manchmal erst nach Jahrzehnten.

Die gelben Blütenstände können bis zu 10 Meter hoch werden.

Nach der Blüte stirbt die Mutterpflanze ab, jedoch nicht ohne vorher neue Triebe an der Unterseite der Pflanze hervorgebracht zu haben.

In Tunesien werden diese Agaven (ggf. in Kombination mit Kakteen) ebenfalls als Grundstücksbergrenzung angepflanzt.

 

 

 

   

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