Umweltschutz

Umweltschutz

Von allen Unzulänglichkeiten Tunesiens fällt diese allen Besuchern zuerst auf und ist neben den “nervigen Händlern” der am häufigsten genannte Kritikpunkt in zahlreichen Reiseforen und Hotel-Bewertungsportalen.

In der Tat entwickelt sich ein Umweltbewusstsein in Tunesien nur sehr sehr langsam. Die offenbar unvermeidlichen Plastiktüten, Getränkedosen, Zigarettenkippen, Bauschutt, Essenreste, Fensterrahmen, Reifen, Schrott und vieles mehr findet man eigentlich auf jeder größeren freien Fläche.
Zu allem Überfluss wird bei
größeren Müllansammlungen dieser Haufen dann auch ganz gerne einmal angezündet, was natürlich zu einem bestialischen Gestank führt.
Mal abgesehen von der Luftverschmutzung
kann ich mir auch nicht vorstellen, dass das dauerhafte Einatmen dieser Rauchschwaden gesund ist.
Auch bis an die feinen Näschen der europäischen Touristen fliegt dieser Geruch bei ungünstigem Wind, denn in der Tat befinden sich solche privaten Müllverbrennungsanlagen bei genauerem Hinsehen fast überall.

Aber nicht nur im Kleinen, sondern auch im Großen z.B. bei Industrieabfällen, Küstenschutz, Abgasen, CO²-Ausstoß, Versandung, Umweltverschmutzung beim Abbau von Bodenschätzen und Bodenerosion hat Tunesien noch einigen Nachholbedarf.

Die tunesische Regierung erachtet das so genannte “Fracking” als eine Möglichkeit der Energiegewinnung an (Informationsblatt).

Fairerweise muss man jedoch sagen, dass die tunesische Regierung sehr bemüht ist, ein Bewusstsein für die Natur zu schaffen. Inzwischen gibt es fast überall (zumindest in den touristischen Gebieten ) Abfallbehälter auf öffentlichen Plätzen , die Müllabfuhr ist im Aufbau und in der Medina sind Müllfahrer mit ihren Handwagen unterwegs (das aber schon seit längerer Zeit).

Das Umweltministerium erfand “Labib”, einen stilisierten Wüstenfuchs, der vor allem die Kinder für den Schutz der Umwelt sensibilisieren soll. Dieses Maskottchen findet man in Tunesien (inzwischen leicht verblichen) fast überall auf Plakaten, in TV-Spots und als übernatürlich große Figuren an der Straße 

Unzählige Institutionen befassen sich mit der Thematik Umweltschutz. Es wurde z.B. Ein Pfand-System für Plastik Müll eingeführt (150 TDN für eine Tonne Plastik), Sammelbehälter für die Entsorgung zumindest einiger der 700 Millionen Plastikflaschen pro Jahr wurden aufgestellt.

Umweltschutz ist in Tunesien ein zum Teil leider recht plakativ umgesetztes Konzept, welches jedoch u.a. mit Hilfe ausländischer Investitionen immer weiter Form annimmt.

Obwohl auch die Umweltschutzbewegung durch die politische Situation in Tunesien einen Rückschlag erleiden musste (z.B. Zusammenbruch der Müllabfuhr), bemühen sich seit einigen Jahren immer wieder spontane private Initiativen das Verständnis der Bevölkerung für die Müllproblematik zu wecken.
Meist werden die Menschen über soziale Netzwerke aufgerufen, sich an Abfallsammelaktionen zu beteiligen oder Fotos der schlimmsten Müllecken zu posten. Seit dem Jahr 2017 ist Umweltverschmutzung ein Straftatbestand in Tunesien. Dieser kann mit Geldstrafen bis 1000 TND oder sogar Haft geahndet werden.
Für die Überwachung wird sogar eine eigene
Umweltpolizei eingesetzt.

Von allen Unzulänglichkeiten Tunesiens fällt diese allen Besuchern zuerst auf und ist neben den “nervigen Händlern” der am häufigsten genannte Kritikpunkt in zahlreichen Reiseforen und Hotel-Bewertungsportalen.

In der Tat entwickelt sich ein Umweltbewusstsein in Tunesien nur sehr sehr langsam. Die offenbar unvermeidlichen Plastiktüten, Getränkedosen, Zigarettenkippen, Bauschutt, Essenreste, Fensterrahmen, Reifen, Schrott und vieles mehr findet man eigentlich auf jeder größeren freien Fläche.
Zu allem Überfluss wird bei
größeren Müllansammlungen dieser Haufen dann auch ganz gerne einmal angezündet, was natürlich zu einem bestialischen Gestank führt.
Mal abgesehen von der Luftverschmutzung
kann ich mir auch nicht vorstellen, dass das dauerhafte Einatmen dieser Rauchschwaden gesund ist.
Auch bis an die feinen Näschen der europäischen Touristen fliegt dieser Geruch bei ungünstigem Wind, denn in der Tat befinden sich solche privaten Müllverbrennungsanlagen bei genauerem Hinsehen fast überall.

Aber nicht nur im Kleinen, sondern auch im Großen z.B. bei Industrieabfällen, Küstenschutz, Abgasen, CO²-Ausstoß, Versandung, Umweltverschmutzung beim Abbau von Bodenschätzen und Bodenerosion hat Tunesien noch einigen Nachholbedarf.

Die tunesische Regierung erachtet das so genannte “Fracking” als eine Möglichkeit der Energiegewinnung an (Informationsblatt).

Fairerweise muss man jedoch sagen, dass die tunesische Regierung sehr bemüht ist, ein Bewusstsein für die Natur zu schaffen. Inzwischen gibt es fast überall (zumindest in den touristischen Gebieten ) Abfallbehälter auf öffentlichen Plätzen , die Müllabfuhr ist im Aufbau und in der Medina sind Müllfahrer mit ihren Handwagen unterwegs (das aber schon seit längerer Zeit).

Das Umweltministerium erfand “Labib”, einen stilisierten Wüstenfuchs, der vor allem die Kinder für den Schutz der Umwelt sensibilisieren soll. Dieses Maskottchen findet man in Tunesien (inzwischen leicht verblichen) fast überall auf Plakaten, in TV-Spots und als übernatürlich große Figuren an der Straße 

Unzählige Institutionen befassen sich mit der Thematik Umweltschutz. Es wurde z.B. Ein Pfand-System für Plastik Müll eingeführt (150 TDN für eine Tonne Plastik), Sammelbehälter für die Entsorgung zumindest einiger der 700 Millionen Plastikflaschen pro Jahr wurden aufgestellt.

 

Umweltschutz ist in Tunesien ein zum Teil leider recht plakativ umgesetztes Konzept, welches jedoch u.a. mit Hilfe ausländischer Investitionen immer weiter Form annimmt. Im Jahr 2017 wurde z.B. die Ausgabe der kostenlosen Plastiktütchen in Supermärkten verboten.

Obwohl auch die Umweltschutzbewegung durch die politische Situation in Tunesien einen Rückschlag erleiden musste (z.B. Zusammenbruch der Müllabfuhr), bemühen sich seit einigen Jahren immer wieder spontane private Initiativen das Verständnis der Bevölkerung für die Müllproblematik zu wecken.
Meist werden die Menschen über soziale Netzwerke aufgerufen, sich an Abfallsammelaktionen zu beteiligen oder Fotos der schlimmsten Müllecken zu posten. Seit dem Jahr 2017 ist Umweltverschmutzung ein Straftatbestand in Tunesien. Dieser kann mit Geldstrafen bis 1000 TND oder sogar Haft geahndet werden.
Für die Überwachung wird sogar eine eigene
Umweltpolizei eingesetzt.