Verkehr

Verkehr

Unterwegs auf den Straßen Tunesiens

Das Straßennetz in Tunesien umfasst ca. 19.000 Kilometer wovon ca. 65 % befestigte Straßen sind. 

In Tunesien herrscht Rechtsverkehr.

Polizeikontrollen werden sehr häufig durchgeführt, allerdings werden ausländische Autos oder Mietwagen sehr gerne “übersehen” oder weitergewunken. Solltest du angehalten werden, bleib freundlich und gib Auskunft zu allen Fragen des Polizisten. In der Regel ist dieser nur neugierig. Es ist aber leider auch schon vorgekommen, dass gerade Mietwagen wegen eines angeblichen Vergehens (z.B. das Überfahren einer roten Ampel) angehalten und dann zur Kasse gebeten wurden. Manchmal möchten Polizisten auch einfach nur mitgenommen werden.  Geschwindigkeitskontrollen gibt es ebenfalls sehr oft. Es ist daher ratsam, sich an die Höchstgeschwindigkeit zu halten.

Die offiziellen Verkehrsregeln

  • Höchstgeschwindigkeit: Autobahn: 110 km/h – Landstraße: 90 km/h (Djerba: 70 / 50 km/h)
  • es gilt (wenn keine Schilder) “rechts vor links”
  • Handyverbot am Steuer
  • Anschnallpflicht (für die vorderen Sitze)
  • wer im Kreisverkehr ist, hat Vorfahrt
  • für Alkohol am Steuer gilt seit 2016 eine Grenze von 0,3 Promille (absolutes Alkoholverbot jedoch für z.B. Fahranfänger, Busfahrer, Fahrlehrer usw.)

Die inoffiziellen Verkehrsregeln

Es drängt sich manchmal der Eindruck auf, dass in Tunesien eigentlich nur vier Regeln gelten:

  • Rechne IMMER mit ALLEM!
  • Versuche, irgendwie auf der Straße zu bleiben!
  • Versuche, keine anderen Verkehrsteilnehmer zu streifen!
  • Dessen Stoßstange vorne ist, der bestimmt die Richtung!

Diese Regeln, besonders die erste, sind sozusagen die Quintessenz meiner Erfahrungen auf den Straßen.

Autobahn & Co

Es gibt drei Autobahnen in Tunesien (Höchstgeschwindigkeit 120 km/h). Die längste Autobahn (A1) verläuft von Bizerte über Tunis – Hammamet – Sousse – Sfax bis Gabés.
Die Benutzung ist gebührenpflichtig, Mautstellen
sind entlang der Strecke verteilt. Die Maut kostet pro Teilabschnitt zwischen 1.200 TND und 2.000 TND.
Alle anderen Straßen sind (zumindest in Küstennähe) in einem recht
guten Zustand. Gelegentlich fehlt es an der Randbefestigung  oder der Höhenunterschied zwischen Teerdecke und Gelände beträgt gelegentlich 20 cm.  Landstraßen sind in der  Breite manchmal etwas knapp bemessenen. Weiter südlich ist der Zustand der Straßen etwas schlechter, dort kann es auch zu Sandverwehungen kommen.
Insgesamt lassen sich Tunesiens Straßen aber sehr gut befahren.

Tipps für die Praxis:

Bleib am Anfang, gerade in Ortschaften, in der Defensive. Es erfordert eine hohe Konzentration, da jederzeit damit zu rechnen ist, dass:

  • dir jemand auf deiner Spur entgegenkommt
  • ohne zu blinken abbiegt
  • deine Vorfahrt missachtet wird
  • jemand von ganz rechts nach ganz links herüberfährt um abzubiegen
  • Fußgänger ohne zu schauen die Straße betreten oder trotz vorhandenem Bürgersteig nebeneinander auf der Straße laufen
  • irgendjemand irgendwo herausfährt ohne zu vorher zu schauen, ob die Straße frei ist
  • ein Verkäufer auf die Straße springt um dir seine Waren feil zu bieten
  • aus dem Nichts ein Bremshügel auftaucht und mit 80km/h auf deine Achsen losgeht.
Wenn sich jemand vordrängelt, was eigentlich ständig vorkommt, dann hat der Hintermann beim Richtungswechsel des Anführers zu bremsen. Klingt erst einmal frech und unhöflich, wird aber durch den Umstand relativiert, dass man selbst auch
häufig von diesem System profitiert, indem man zwangsläufig irgendwann auch anfängt zu drängeln.

Es passieren sehr viele Unfälle in Tunesien, die nicht selten mit hohem Blech- oder sogar Personenschaden enden. Fahr in der Dunkelheit noch aufmerksamer, da tunesische Straßen und viele Verkehrsteilnehmer schlecht beleuchtet sind. 

Rechne auch auf der Autobahn jederzeit damit, dass eine Familie oder eine Ziegenherde die Straße überquert. Beachte unbedingt die Verkehrsschilder – sie sind in Tunesien nicht so häufig anzutreffen, wie hierzulande, aber wo sie stehen, tun sie dies nicht ohne Grund.

Kauf dir eine Straßenkarte, diese sind zwar in der Regel nicht fehlerlos, aber besser als nichts. Eine der besseren Karten ist die Straßenkarte aus dem Mairdumontverlag, welche inhaltlich der Karte in dem Badeker-Reiseführer entspricht.

Eine gute Hilfe für die Orientierung sind auch die Kilometersteine am Straßenrand. 

Reparaturwerkstätten gibt es in fast jedem Dorf. Bei größeren Reparaturen am Mietwagen lass dir eine Quittung ausstellen, denn diese Kosten müssen von der Verleihfirma erstattet werden. Bei Reifenschäden such dir ein Schild “Clinique Pneu”. Die gibt es nicht nur sehr häufig, sondern die Tunesier sind im Reparieren oder Wechseln von Reifen wahre Meister.

Bleib in weit abgelegenen Gebieten in jedem Fall bei deinem Wagen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass jemand vorbeikommt, bevor du zu Fuß die nächste Siedlung erreicht hast.

Die Auslands-Notruf-Nummer des ADAC : (0049) 89 22 22 22. Touring-Club Tunesien : (00216)  71 296 627.

Beachte Halte- und Parkverbote (z.B. rot-weiß gestreifter Bordstein)! Nicht, dass das Abschleppen unglaublich teuer wäre (in Gafsa ca. 20 EUR), aber das Verfahren zur Wiedererlangung des Autos ist mitunter recht abenteuerlich.

Probiere unbedingt das Fahren in Tunesien, erst recht, wenn du, wie ich, Gernfahrer bist. Es ist eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte!

Bleib am Anfang, gerade in Ortschaften, in der Defensive. Es erfordert eine hohe Konzentration, da jederzeit damit zu rechnen ist, dass:

  • dir jemand auf deiner Spur entgegenkommt
  • ohne zu blinken abbiegt
  • deine Vorfahrt missachtet wird
  • jemand von ganz rechts nach ganz links herüberfährt um abzubiegen
  • Fußgänger ohne zu schauen die Straße betreten oder trotz vorhandenem Bürgersteig nebeneinander auf der Straße laufen
  • irgendjemand irgendwo herausfährt ohne zu vorher zu schauen, ob die Straße frei ist
  • ein Verkäufer auf die Straße springt um dir seine Waren feil zu bieten
  • aus dem Nichts ein Bremshügel auftaucht und mit 80km/h auf deine Achsen losgeht.
Wenn sich also jemand vordrängelt, was eigentlich ständig vorkommt, dann hat der Hintermann beim Richtungswechsel des Anführers zu bremsen. Klingt erst einmal frech und unhöflich, wird aber durch den Umstand relativiert, dass man selbst auch
häufig von diesem System profitiert, indem man zwangsläufig irgendwann auch anfängt zu drängeln.

Es passieren sehr viele Unfälle in Tunesien, die nicht selten mit hohem Blech- oder sogar Personenschaden enden.
Fahr in der Dunkelheit noch aufmerksamer, da tunesische Straßen und viele Verkehrsteilnehmer schlecht beleuchtet sind.  Rechne auch auf der Autobahn jederzeit damit, dass eine Familie oder eine Ziegenherde die Straße überquert.

Beachte unbedingt die Verkehrsschilder – sie sind in Tunesien nicht so häufig anzutreffen, wie hierzulande, aber wo sie stehen, tun sie dies nicht ohne Grund.

Kauf dir eine Straßenkarte, diese sind zwar in der Regel nicht fehlerlos, aber besser als nichts. Eine der besseren Karten ist die Straßenkarte aus dem Mairdumontverlag, welche inhaltlich der Karte in dem Badeker-Reiseführer entspricht. Eine gute Hilfe für die Orientierung sind auch die Kilometersteine am Straßenrand.

Reparaturwerkstätten gibt es in fast jedem Dorf. Bei größeren Reparaturen am Mietwagen lass dir eine Quittung ausstellen, denn diese Kosten müssen von der Verleihfirma erstattet werden.
Bei Reifenschäden such dir ein Schild “Clinique Pneu”. Die gibt es nicht nur sehr häufig, sondern die Tunesier sind im Reparieren oder Wechseln von Reifen wahre Meister.

Bleib in weit abgelegenen Gebieten in jedem Fall bei deinem Wagen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass jemand vorbeikommt, bevor du zu Fuß die nächste Siedlung erreicht hast.

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