Gesundheit

Gesund bleiben in Tunesien
Gesund bleiben

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Krankenwagen: 190  

Natürlich möchte jeder im Urlaub gesund sein, doch mitunter geht dieser Wunsch nicht in Erfüllung.
In Tunesien treten am häufigsten Sonnenbrand, Magen- und Darmerkrankungen, Erkältungen sowie Verletzungen durch den Kontakt mit Quallen auf. 
Bei harmlosen Erkrankungen greifst du am besten auf deine Reiseapotheke zurück. Genügt diese nicht, kannst du in jedem noch so kleinen Ort in Tunesien eine Apotheke (“Pharmacie”)  finden. Die dort angebotenen Medikamente sind überwiegend Importprodukte aus Europa, bzw. von europäischen Konzernen. Abgesehen von möglichen Nebenwirkungen können diese Medikamente bedenkenlos eingenommen oder verwendet werden.
In der Regel sind die Beipackzettel in französischer Sprache verfasst. Hier lohnen sich ganz sicher Sprachkenntnisse oder eine Übersetzungs-App für das Smartphone.
In tunesischen Apotheken sind viele Medikamente frei erhältlich, die in Deutschland unter die Rezeptpflicht fallen.

Benötigst du ärztliche Hilfe, fragst du am besten an der Rezeption deines Hotels nach. In der Regel wird ein Arzt gerufen oder du bekommst die Adresse eine touristenerfahrenen Mediziners in der Nähe. Müssen anschließend z.B. Spritzen gegeben werden oder benötigst du spezielle Pflege, organisiert das Hotel ausgebildetes Personal.

Ein spezieller Impfschutz ist für Tunesien nicht vorgeschrieben, es kann aber sicher nicht schaden, wenn dein Status den Empfehlungen für Deutschland entspricht.
Die Bundesrepublik Deutschland hat mit Tunesien ein Sozialversicherungsabkommen geschlossen. Das bedeutet, dass unter Umständen die tunesische gesetzliche Krankenversicherung (CNAM) die Kosten für eine ärztliche Behandlung übernimmt. Am besten informierst du dich vorab mithilfe dieses Merkblattes.
Selbstverständlich übernimmt auch deine Auslandskrankenversicherung die Kosten für medizinische Leistungen. Diese zahlt jedoch in der Regel nur für unerwartet erforderliche medizinische Hilfe. Chronisch Kranke sollten sich vor bei ihrer gesetzlichen Krankenkasse hinsichtlich der Kostenübernahme dauerhaft notwendiger Versorgung informieren.

Erkrankt dein Kind, steht dir in Sousse eine spezielle private Kinderklinik zur Verfügung. Die genaue Adresse findest du hier.

Die Deutsche Botschaft in Tunis hat hier außerdem eine Liste niedergelassener Ärzte veröffentlicht.

Ich wünsche dir eine gute und gesunde Reise!

Ich hatte bis jetzt das Glück, noch nie von einem fiesen Magen-Darm-Virus befallen zu werden. Das liegt vielleicht daran, dass ich, was die Nahrungsmittel angeht, in Tunesien extrem mäkelig bin.
Die üblichen Verdächtigen (Eiswürfel, Leitungswasser, halbgare Speisen, rohen Fisch, Eier und Milchprodukte bei unklarer Kühlkette) zu meiden, dürfte reichen, um den Urlaub nicht überwiegend auf dem stillen Örtchen zu verbringen.

Es sind auch nicht immer verdorbene Lebensmittel, die Durchfälle verursachen. So mancher Besucher verträgt auch ganz einfach die tunesische Küche nicht so gut.

Davon abgesehen lauern viele Bakterien auch in Swimmingpools. Vom oralen Genuss des Badewassers wird deshalb dringend abgeraten 😉

Ist der Durchfall erst einmal da, helfen Kohletabletten, Laktobazillenpulver aus der Apotheke oder auch einheimische Produkte (“Diarrhoe” versteht JEDER Pharmacie-Angestellte in Tunesien). Durchfall-Stop-Medikamente sollten nicht länger als 2 Tage eingenommen werden.

Wenn nur der Magen rumort, lass dir eine einheimische “Medizin” aus den ortsüblichen alkoholischen Getränken brauen, die sollen Wunder wirken (zumindest dürfte für ausreichend Schlaf gesorgt sein).

Die Stärke der Sonneneinstrahlung in Tunesien wird leider immer wieder unterschätzt.
Es ist Afrika!

Trink viel (auch wenn von den Tunesiern gern das Gegenteil geraten wird) und bleib im Hochsommer möglichst im Schatten. Du solltest dich oder zumindest die Kinder (LSF 50!) tunlichst IMMER mit Sonnenschutzmitteln eincremen. Beim stundenlangen Sightseeing schützen leichte aber langärmelige Kleidungsstücke besser als vermeintlich angenehmere kurze Sommerkleidung. Bei 40°C im Schatten schwitzt man so oder so.

Am Strand oder Pool sollten die Zwerge möglichst auch immer ein T-Shirt und eine Kopfbedeckung tragen, da sie sich leider nicht im Schatten festbinden lassen 😉

Ist die Haut verbrannt, hilft am besten Zink- oder Panthenol-Fettcreme (so dick aufgetragen, wie es das Selbstbewusstsein zulässt). Après-Sun-Mittelchen sind bei einem echten Sonnenbrand die falsche Wahl.

Ein echter Sonnenstich macht sich durch Übelkeit, Schwindel, Kopf- und/oder Nackenschmerzen bemerkbar. In leichten Fällen genügt eine -kühle- Dusche, viel Flüssigkeit und im Schatten zu bleiben.

Treten Erbrechen, Krämpfe, Halluzinationen auf oder wirkt der Betroffene apathisch, sollte unbedingt ein Arzt gerufen werden!

Feuerquallen sind von den ungefährlichen Quallen schon allein optisch sehr gut zu unterscheiden. Gefahr besteht nicht nur

beim Schwimmen, sondern auch beim Strandspaziergang. Die meisten Feuerquallen besitzen sehr lange Tentakel. Manchmal ist auch überhaupt keine Qualle zu sehen und nur die Tentakel treiben im Wasser.
Da Verletzungen durch Quallen sehr schmerzhaft sind, ist schnelle Hilfe gefordert.
Vermeide auf jeden Fall, die Stelle mit Sand abzureiben. Die bis dahin noch nicht geplatzten Nesselkapseln werden nur unnötig zerstört und es schmerzt noch mehr.
Besser ist das Abschaben mittels eines scharfkantigen Gegenstandes, z.b. EC- oder Schlüsselkarte.
Spülungen mit Essig helfen gegen die akuten Schmerzen. Auf gar keinen darf Essig bei Berührungen mit der im Mittelmeer eher selten vorkommenden “Portugiesische Galeeren” angewendet werden!

Das vorsichtige Abreiben mit einer Tomatenscheibe wird von den Tunesiern als Erste-Hilfe-Maßnahme empfohlen und hilft ebenfalls sehr gut. 

Ist die Verbrennung großflächig, besteht die Gefahr eines Kreislaufzusammenbruchs und es sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht oder gerufen werden.

Ohren- und Feuerqualle
Portugiesische Galeere

Ausgerechnet im warmen Nordafrika erkältet man sich relativ schnell. Der ständige Wechsel zwischen klimatisierten Räumen und der warmen Außenluft, Baden im kühlen Wasser und/oder Zugluft bei der Reise in offenen Gefährten – Schnupfen und Husten bekommt man in Tunesien überraschend oft.
Wie auch in Deutschland dauert eine Erkältung mit Medikamenten eine Woche und ohne Medikamente sieben Tage. Denk also bei deiner Reiseapotheke an die Mittelchen, die dir auch zu Hause Linderung verschaffen. Alternativ ist auch hier wieder der Besuch in einer der zahlreichen “Pharmacies” empfehlenswert.

Was sonst noch wichtig ist:

Krankenhäuser

Es gibt in Tunesien einen Unterschied zwischen privaten und staatlichen Krankenhäusern. Die privaten Kliniken (mit einem “P” gekennzeichnet)
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Dialyse

Mit Dialysezentren verhält es sich ähnlich wie mit Krankenhäusern. Es existieren private und staatliche Einrichtungen. Die Karte enthält vor allem private Dialysezentren.
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Es gibt in Tunesien einen Unterschied zwischen privaten und staatlichen Krankenhäusern. Die privaten Kliniken (mit einem “P” gekennzeichnet)

Dialyse

Mit Dialysezentren verhält es sich ähnlich wie mit Krankenhäusern. Es existieren private und staatliche Einrichtungen. Die Karte enthält vor allem private Dialysezentren.